... schön, dass Sie vorbeischauen. Hier ein aktuelles astronomisches Spektrum, aufgenommen mit dem DADOS Spektrograph (für weitere Informationen bitte anklicken):
Swan Banden im C5 Stern VY UMa, der als C5 - Kohlenstoffstern zu den rotesten Sternen am nördlichen Himmel gehört. Solche Sterne besitzen mehr Kohlenstoff als Sauerstoff. "Normale" Sterne werden aus diesem Grund auch gerne als "Sauerstoffsterne" bezeichnet. Wie an VY UMa schön zu erkennen ist, sind es vor allem die sogenannten Swan-Banden, die Absorbtionslinien der sich bei niedrigen Temperaturen in der Sternatmosphäre bildenden C2 und CH Moleküle, die besonders das blaue Licht absorbieren. Somit erscheint der Stern noch viel roter als aufgrund seiner Spektralklassifikation angemessen wäre. Dies zeigt auch der direkte Vergleich mit dem - ebenfalls im großen Bären befindlichen M-Stern μ UMa. Die Swan Banden sind uns übrigens im täglichen Leben aus der blauen Flammenfärbung, von Gasbrennern bekannt. Hier allerdings in Form von leuchtenden Emissionslinien. Mehr ...
Delta Cephei - der Prototyp Delta Cephei ist der Prototyp der pulsationsveränderlichen Cepheiden. Der direkte Zusammenhang zwischen ihrer Pulsationsperiode und ihrer Absoluthelligkeit ließ sie bei der erstmaligen Entfernungsbestimmtung der Andromedagalaxie als ein von unserer Galaxis unabhängiges Spiralsystem eine besondere Rolle spielen ("Die Große Debatte ~ 1920 - 1923"). Spektroskopisch interessant ist delta Cephei, da die Größenänderung seiner Oberfläche auch zu einer Änderung der Spektralklasse führt. Im Fall von Delta Cephei ist es innerhalb von 5,4 Tagen eine vollständige Schwankung zwischen "F5" und "G2" und wieder zurück. Mehr ...
November 2012: Extreme Materie Seit nunmehr sieben Jahren organisiere ich die Frankfurter Schülervorlesungen die es in Frankfurt seit inzwischen 170 Jahren (!) gibt. Seit einigen Jahren laufen sie nun auch bei uns unter der neueren Bezeichnung "Physik am Samstag". In diesem Jahr wurde als Serienthema "Extreme Materie - Kosmische Materie jenseits der Alltagswelt" ausgewählt und damit erstmals nach 2009 "Fusion" wieder ein astronomisch relavantes Thema. Wir beschäftigen uns mit dem heißesten, kältesten und dichtesten im Universum. Schüler und Jugendliche bis 25 Jahren sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos. Für 2013 ist übrigens eine Reihe zur "Relativitätstheorie" direkt im Anschluss an die hessischen Schulferien vorgesehen. Wir freuen uns auf Euch ... Mehr ...
Oktober 2012: Saturnnebel Das Spektrum dieses Planetarischen Nebels enthält natürlich die bekannten [OIII] Linien, die komplette Balmer - Serie bis H delta, außerdem Linien des neutralen Helium sowie die ebenfalls verbotene Linien des einfach ionisierten Stickstoffs [NII]. Beide verbotenen Linienpaare entstehen als magnetische Dipolübergänge (M1) durch Spin-Flip 1D2 -> 3P2 und 1D2 -> 3P1. Mehr ...
September 2012: Spektrosoft V 2.2.36 Während unserer Flitterwochen in Griechenland fand sich auch noch ein wenig Zeit, um Spektrosoft Version 2.2 fertigzustellen. Ab sofort kann in das Spektrum hineingezoomt werden, sowie Hintergrundfarbverlauf, Transparenz und Farbe der Plotfüllung angepasst werden. Mehr ...
Spektrosoft V 2.1.28 Die Sommerpause habe ich genutzt, um Spektrosoft ein wenig zu überarbeiten. Spektrosoft ist eine plattformunabhängige, Drag und Drop fähige Software zur visuell ansprechenden Darstellung von Ascii - Daten, insbesondere optischer Spektren. Seit Version 2.0 wird Java verwendet und seit Version 2.1 besteht die Möglichkeit Einstellungen, wie Achsenbeschriftungen und das Format des gezogenen Ascii-Files selbst festzulegen. Damit ist Spektrosoft nicht mehr nur vom MIDAS Ausgabeformat abhägig. Mehr ...
C/2009 P1 Garradd Der im August 2009 von Gordon Garradd entdeckte Komet besitzt im Frühjahr 2012 seine beste Sichtbarkeit. Grund genug mit dem einen Blick mit dem Spektrographen auf ihn zu werfen. Trotz seiner Helligkeit von etwa 7 mag war zur Aufnahme des obigen Spektrums eine ganze Nacht notwendig. Das im obigen plot schwarze Summenspektrum enthält daher eine Kombination aus den tellurischen Linien des Nachthimmels, des Kometen - Halos sowie des Kometen - Kerns. Halo und Nachthimmelsspektrum habe ich für das "blaue" Spektrum abgezogen, so dass das fast strukturlose Spektrum des Kerns übrig bleibt. Der Bump zwischen 5000 und 5200 Angstöm liegt im türkis - grünen Bereich und besteht aus den Emissions - Banden des Kohlenstoffmoleküls C2. Mehr ...
Februar 2012: Fluoreszenz / Phosphoreszenz Fluorszente Materialien absorbieren energiereiche elektromagnetische Strahlung und emittieren weniger energiereiche Strahlung. Besonders eindrucksvoll ist dies, sofern dabei für den Beobachter unsichtbare UV Strahlung in visuell wahrnehmbare Strahlung umgewandelt wird. Die betroffenen Materialien erscheinen für den Beobachter "von selbst" zu leuchten oder wirken zumindest heller , als sie es bei den gegebenen Beleuchtungsverhältnissen sein sollten. Besonders in den 80er und 90er Jahren wurden Neonfarben daher gerne genutzt. Farbe von Textmarkern, die auf diese Weise funktioniert, wurden in obigem Beispiel näher analysiert. Bei dem Vorgang können auch spinverbotene Übergänge genutzt werden, bei denen sich der Übergang verzögert so dass diese Materialien noch lange Zeit nachleuchten (Phosphoreszenz, siehe unteres Spektrum). Mehr ...
Januar 2012: "Deep Sky" Auch dunkle Himmelsobjekte offenbaren ihre Natur unter Verwendung eines Spektrographen. Auf dieser im Juni 2011 begonnenen und im Januar 2012 komplettierten Zusammenstellung sind einige typische "Deep Sky" Objekte zu sehen: M31, M42, M57 und NGC7662. Ziemlich interessant finde ich den Unterschied zwischen den beiden Planetarischen Nebeln M57 und NGC7662 (beide ganz unten). Ganz offensichtlich sind es im Fall von "Blue Snowball" (NGC7662) nicht die verbotenen Sauerstofflínien, welche die unter Beobachtern bekannte, besonders ausgeprägte Blaufärbung des Nebels ausmachen, sondern die Linien eines weiteren Elements ... Mehr ...
Copyright 2013 Sebastian Hess