Sternspektren

Warum ?

Die genaue Analyse des von astronomischen Objekten ausgesendeten Lichtes liefert eine Reihe von wertvollen Informationen über die Natur der beobachteten Objekte und über die Umgebungsbedingungen vor Ort. Die im Licht enthaltenen Informationen sind zeitlicher Natur (Lichtkurven), räumlicher (woher kommt das Licht?) oder energetischer (spektraler) Natur. Unter besonderen Umständen kann zudem die Schwingungsebene der Lichtwelle interessant sein (Polarimetrie). Da Licht bis auf wenige Ausnahmen der einzige uns zur Verfügung stehende Informationsträger ist, sind diese vier Informationen die einzigen, die wir zur Verfügung haben um die Vorgänge in unserer kosmischen Nachbarschaft zu rekonstruieren. Auf dieser Seite beschäftige ich mich ein wenig mit dem spektroskopischen Ansatz, insbesondere mit Sternspektren.

Oh be a fine girl Kiss me

Das obige Bild zeigt eine Gegenüberstellung Spektren von Sternen unterschiedlicher Oberflächentemperatur. Die unterste Stern ist der kälteste (M-Stern), der oberste ist der heisseste (B-Stern). Der Merksatz "Oh be a fine Girl Kiss Me" hilft dabei, sich die Reihenfolge der historisch gewachsenen Sternklassifikation zu merken. Während manche Linien mit steigender Temperatur (von unten nach oben) verschwindet, so entstehen andere Linien wiederum erst bei höherer Temperatur. Außerdem gibt es eine Verschiebung des Spektralen Maximums von rechts unten (rot) bei den kühleren Sternen nach links oben (blau) bei den heisseren Sternen.

Literatur

C. R. Kitchin, Optical Astronomical Spectroscopy, IOP, 1995




Copyright 2011 Sebastian Hess